Stormspotting Bericht vom 21.07.09


Stormspotting Bericht vom 21.07.2009

Fotos und Videos wurden von den Mitgliedern des Stormspotter Teams gemacht und unterliegen dem Copyright von www.stormspotter.de
Die Wetterradarfotos unterliegen dem Copyright der dazu verlinkten Webseiten.

Die Wetterdaten von meiner kleinen Wetterstation können in einigen Punkten von den anderen Wetterstationen aus der Gegend abweichen!

 

Der Bericht:

Dieser Bericht beinhaltet eine kleine Premiere, da nicht Sebastian diesen im Wesentlichen verfasst hat, sondern Martin. Dies hat zur Folge, dass nicht näher auf diverse Wetterdaten eingegangen wird, sondern viel mehr auf die subjektiven Erlebnisse seiner selbst.

Am Abend des 21.07. gegen 21:30 Uhr habe ich unseren "Praktikanten" Benjamin Strauch abgeholt. Zusammen fuhren wir in den Norden Braunschweigs, da ich in der Annahme gewesen bin, dass dort die ersten Gewitterzellen auftauchen würden. Dies war jedoch eine Fehlannahme, somit fuhren wir um zirka 22:00 Uhr zu unserem bewährten "Spotterpunkt", zwischen Geitelde und Stiddien. Hier bot sich uns ein weit aus vielversprechenderes Gewitterspektakel aus Westen, wie man an den Fotografien, die ich gemacht habe, erahnen kann.

Nachdem sich das Gewitter weiter in westlicher Richtung bewegt hat, wechselten wir den Standpunkt rund einen halben Kilometer auf einen Feldweg zwischen Rüningen und Geitelde. Damit ich mit meiner kleinen Ausführung nicht so ganz von den üblichen Berichten abweiche, habe ich Sebastian um einige detailliertere Daten gebeten:

 

Wetterdaten (Spotterstation Braunschweig):

21.07.2009 20:03
Temp: 27,4°C
Luftfeuchte: 47%
Luftdruck: 1010,4 hPa (Relativer)

21.07.2009 00:18
Temp: 20,2°C
Luftfeuchte: 82%
Luftdruck: 1010,5 (Relativer)

21.07.2009 03:03
Temp: 17,6°C
Luftfeuchte: 91%
Luftdruck: 1009,1 (Relativer)

Niederschlag in einer Stunde: 4,2mm
Insgesammt in der Nacht: 7,5mm
Stärkste Windböe bei Durchzug: 6,1 km/h

 

Nach seinen Aussagen handelte es sich um einen stärkeres - und lang anhaltendes Superzellengewitter, mit mehreren Kernen, wie man auf den folgenden Radarbildern erkennt:

 

 

 

Des weiteren, nach seinen Aussagen in Kurzform:

- Grund für diese Enormen Entladungen waren schwül warme Wetterverhältnisse am Abend. (Überwiegend Cirrus Wolken über verhangenem Himmel)
- Die Zelle zog aus Westen über NRW, Nord-Thüringen, Süd-Niedersachsen weiter nach Osten.
- Die Zelle wurde seit ihrer Entstehung zunehmend stärker (Teilweise gleichbleibend).

 

Fakten:
Das gesamte Zellgebiet bestand aus drei sehr starken Zellkernen, mit enormem Niederschlag, Sturmböen und Hagel. Im Raum Braunschweig betrug die Anzahl der Blitzentladungen 10-15 / Minute, dabei zog das Gewitter rasch,  wie an einer Perlenschnur gereiht, in östlicher Richtung.

Bilanz:
Vereinzelte Brände durch Blitzeinschläge, viele überschwemmte Straßen (Vor allem am Südharz) und einige Sturmschäden.

-=vielen Dank fürs Lesen=-

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. Januar 2011 um 11:14 Uhr