Stormspotting Bericht vom 29.05.17

Stormspotting Bericht vom 29.05.2017

Fotos und Videos wurden von den Mitgliedern des Stormspotter Teams gemacht und unterliegen dem Copyright von www.stormspotter.de
Die Wetterradarfotos unterliegen dem Copyright der dazu verlinkten Webseiten.

Für die Nutzung der Radarbilder im Rahmen unserer Berichte haben wir von Kachelmannwetter.com freundlicherweise eine Genehmigung erteilt bekommen.

Der Bericht:

Auch an diesem Tag genießte ganz Deutschland wieder einmal einen tollen Sommertag. Temperaturen von um die 32°C waren in vielen Regionen nicht sonderlich unnormal. Der DWD vermeldete zum Mittag hin via Mitteilung folgende Lage:

"Eine Luftmassengrenze trennt schwülwarme Luftmassen über Teilen der Mitte und dem Süden von mäßig warmer und trockener Luft im Norden. [...] Am Nachmittag bilden sich dann im Südwesten und über der breiten Mitte in schwülheißer Luft weitere, einzelne Gewitter. Diese werden  vornehmlich über dem Bergland ausgelöst, in einem Streifen von Nord-NRW bis Südniedersachsen kann es aber auch davon abgesetzt Gewitter geben. Dort wo sich die Gewitter bilden, können diese zum Teil kräftig ausfallen. Dabei kann es zu kleinkörnigem Hagel bis 3 cmund Starkregen zwischen 20 und 25 l/qm in 1 h kommen. Lokal eng begrenzt kann es zu unwetterartigen Entwicklung mit Starkregen zwischen 25 und 35 l/qm und Hagel bis 3 cm kommen.Im Norden, im Südosten und in einem Streifen vom Hunsrück bis zum Sauer-Siegerland ist zumeist nicht mit Gewittern zu rechnen. Mit Ausnahme vom äußersten Norden wird es verbreitet heiß mit Höchstwerten zwischen 29 und 35 Grad. Im Süden von Bayern besteht zudem eine erhöhte UV-Intensität."

Nun... über den Tag gab es im Raum Braunschweig auch nichts besonders zu beobachten. Es wurden Temperaturen von um die 29°-30°C erreicht und es blieb bis zu den Abendstunden recht sonnig.

 

Quelle: Kachelmannwetter

 

Gegen 21 Uhr betrachtete ich zum ersten mal das Niederschlagsradar und erkannte eine Gewitterentwicklung bei Osnabrück. Über bekannte Social Medias diskutierte das Team die aktuelle Lage und womit man rechnen könnte. Tatsächlich entwickelte sich einige Minuten später etwas nördlich von Hannover eine weitere Gewitterzelle. Für eine gewisse Zeit blieb sie klein und besaß auch nur eine geringe Blitzaktivität. Unser Fokus richtete sich daher also auch weiterhin auf die Gewitterzelle, die aus Osnabrück knapp nördlich von Braunschweig durchziehen sollte. Die Zugrichtung lag an diesem Tag bei Nord-Ost-Ost. Ich (Sebastian) war mir bis gegen 22 Uhr unsicher, ob ich überhaupt rausfahren sollte. Ein Grund dafür war die laufende Relegationspartie zwischen Eintracht Braunschweig und VFL Wolfsburg. Kurz nach 22 Uhr donnerte es und in der Fernsehübertragung sah man starken Regen. (Das Relegationsspiel wurde an diesem Tag im Eintracht Stadion in Braunschweig ausgetragen.) Auf dem Radar zeichnete plötzlich eine einzelne starke Gewitterzelle ab, die sich genau im nördlichen Braunschweig austobte. Rasch packte ich meine Sachen zusammen und informierte das Team.

 

Quelle: Kachelmannwetter

 

Quelle: Kachelmannwetter

 

Am bekannten Spotterpunkt bei Geitelde baute ich zügig meine Kamera auf und fing mit der Dokumentation an. Die kleine kräftige Gewitterzelle, die kurz zuvor über das Eintracht-Stadion hinweg gezogen war, hatte sich derweil abgeschwächt. Umsonnst war meine Ausfahrt allerdings nicht. Im Westen sah ich noch die restlichen Entladungen der Gewitterzelle aus Osnabrück, im Norden die Gewitterzelle der wir nicht so viel Aktivität zugetraut hätten und im Osten ein paar Wolkentürme mit einer netten Farbgebung durch die einsetzende Blauen-Stunde. Einige Minuten später stießen auch Benni und Tim zu meinem Standpunkt hinzu. Bis kurz vor 23:45 Uhr konnten wir vor Ort die Blitzentladungen der nördlichen Gewitterzelle fotografieren. Zwischenzeitlich löste noch ein weiteres Gewitter nördlich vom Elm aus. Kurz nach 00 Uhr sank die Blitzaktivität von beiden Zellen ab und wir beschlossen noch die ISS zu fotografieren, welche nur knappe 20 Minuten später über unsere Position hinweg flog. Gegen 00:30 Uhr beendeten wir unsere Beobachtung.

 

Quelle: Kachelmannwetter

 

Fazit:
Wahrlich war dies einmal ein Abend ohne große Aufregung und Action. Sicherlich war die spontane Auslösung über Braunschweig schon ein gewisser garant für Action, doch letztendlich war es eine entspannte Dokumentation. Die vorher angepeilte kräftige Gewitterzelle im Westen verlor bei Hannover ihre Kraft und die Zelle im Norden war bis in die Nacht hinein der eigentliche Fokus. Glücklicherwiese gab es, bis auf einen kurzen Starkregen in den jeweiligen (nördlichen) Regionen von Braunschweig, keine signifikatien Unwettererscheinungen. Zu meiner Überraschung hatte ich an diesem Abend leider auch meine Videokamera vergessen, weshalb es diesmal nur Fotos gibt.

 

 

Fotos zu diesem Bericht (Achtung - Neues Fenster öffnet sich!)

-=vielen Dank fürs Lesen=-


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Juli 2017 um 09:29 Uhr