Stormspotting Bericht vom 14.07.10

 

Stormspotting Bericht vom 14.07.2010

Fotos und Videos wurden von den Mitgliedern des Stormspotter Teams gemacht und unterliegen dem Copyright von www.stormspotter.de
Die Wetterradarfotos unterliegen dem Copyright der dazu verlinkten Webseiten.

Die Wetterdaten von meiner kleinen Wetterstation können in einigen Punkten von den anderen Wetterstationen aus der Gegend abweichen!

 

Der Bericht:

Zweit Tage nach der guten Gewitterlage in Braunschweig und Oschersleben, reihte sich diesmal die Kaltfront mit einer Squallline (Gewitterlinie) ein. Tiefdruckgebiet „Olivia“ hat gerade im Saarland, Reihnland-Pfals und Nordrhein Westfahlen kräftige Unwetter hervorgerufen und ein Menschenleben gefordert. Die Linie zog gegen Abend immer weiter nach Braunschweig und das Team war sehr gespannt darauf, was uns erwarteten wird. Die Temperaturen über den Tag hinweg, waren mit gut 33-32 °C recht warm. Jedoch machten mir die berechneten Energiewerte, in- und um Braunschweig, etwas sorgen. Dieses sollte sich aber bald, als unbegründet heraus stellen.

 



Gegen 20:45 Uhr beschlossen wir alle uns bei den Windrädern, zwischen Geitelde und Stiddien zu treffen. Björn musste noch Martin und Benjamin abholen, somit kamen sie erst etwas später an unserem Standort an. Kevin und ich waren gegen 21 Uhr vor Ort. Am Horizont zeichneten sich schon die ersten dunklen Wolken ab. Ab und zu blitze es aus diesen. (1) Die Zugrichtung war mit dem bloßen Auge, ziemlich schwer zu erkennen, da die Front sich verschieden stark Vorschub.




Cirka gegen 21:30 Uhr stießen dann die drei Zellen zu uns und am Himmel war langsam eine Böenfront zu sehen. (2) Schon weit vor der Böenfront, erreichten uns die ersten Abwinde, allerdings nur im Bereich um die 20 km/h. Immer wieder sah man aus Südwesten und Westen vereinzelt Blitze. Als nun die Böenfront über uns hinweg gezogen ist, nahmen die Windgeschwindigkeiten sprunghaft zu. Bis zu 55 km/h haben wir gemessen. Die hohe Blitzrate fand größtenteils im Süden und Südwesten statt. (3) Die starken Windböen brachten uns teilweise große Probleme bei der Dokumentation. So ist es vorgekommen, dass das Video nicht ganz so ruhig ausgefallen ist. Aber auch bei den Fotokameras gab es viele Probleme, mit leicht verwackelten Bildern. Größtenteils ist es an unserem Standort trocken geblieben und der Regen erreichte uns erst viel später. Plötzlich Blitze es auch aus der Westlichen-, sowie Nordwestlichen Zelle des Gewitters. So langsam bildete sich aus einer Gewitterlinie ein Multizellengewitter, was mehrere einzelne Zellkerne in einem großen Verband vereinte.




Ein direkten Blick auf das Niederschlagsradar haben wir nicht benötigt, da sich die Stärke schon am Himmel und den Niederschlagsschleiern ablesen ließ. Die Front schob sich nun langsam über Braunschweig hinweg und es folgten auch einige Blitzeinschläge direkt an unserer Position. Gegen 00:15 Uhr wechselte das geamte Team die Position zur Straße „Am Sender“, wo man eine gute Aussicht auf Braunschweig, sowie den Elm und Wolfenbüttel hat. (4) Jetzt setzte auch starker Regen ein, der das Beobachten zusätzlich erschwert hat. Die Top Erlebnisse des Abends, waren die nahen Einschläge in den Fernsehturm und dem Windrad an unserer Position. Björn und ich hatten den Einschlag am Fernsehturm beobachtet, nachdem ein greller Lichtblitz am Fernsehturm unsere Umgebung aufgehellt hat. In diesem moment drehte ich meinen Kopf nach links zu dem dort einzeln stehenden  Windrad. Gleich darauf schlug ein Blitz in eines der Flügel, des Windrades. Martin hat den Einschlag ebenfalls beobachten können: "Der Blitz hat das Windrad in der Flügelspitze getroffen, die zu dem Zeitpunkt am weitesten vom Boden weg war. Es entstand wärend des einschlages Funkenflug".  Leider konnte niemand von uns diesen Einschlag aufzeichnen.

Um 00:50 Uhr beendeten wir unser Spotting, da der Regen zunahm und auch die Blitzrate stark nachließ.


Fazit:
Es war schön mit anzusehen, wie sich die Gewitterlinie vor Braunschweig leicht wieder erholt hat. Bemerkenswert ist es jedoch, dass diese Squalline ohne gute Cape (Aufsteigende Energie) sich trotzdem so gut ausbilden konnte. Wir haben eine schöne Böenfront sehen und dokuementieren können, sowie viele Blitze. Der frische Wind aus Westen mit teils 55 km/h und der Regen, haben etwas frische in das noch so warme Braunschweig gepustet.


Presselinks: (Alle Offline)
T-Online News
Wetter24.de
HR-Online

 



Fotos zu diesem Bericht (Achtung, neues Fenster)
Wetterstation Daten: 1



-=vielen Dank fürs Lesen=-

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 29. Juli 2017 um 07:00 Uhr